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Weshalb auch gut geführte Unternehmen ins Verderben geraten können und was dagegen unternommen werden kann

Veränderungen gehören zu Unternehmen. Auch wenn es Unternehmen gibt, welche in der Vergangenheit sich erfolgreich transformiert haben, so bedeutet es nicht unbedingt, dass dies auch in Zukunft weiterhin gelingt. Beispiel: Das japanischen Tempelbauunternehmen Kongō Gumi wurde im Jahr 578 gegründet, was es zum ältesten Unternehmen der Welt macht. 39 Generationen haben das Bauunternehmen umsichtig geführt, doch musste 2006 der 40igste Kongō die Bilanz deponieren. Er führte in den 1990er Jahren einen Strategiewechsel herbei, um weniger abhängig vom abnehmenden Tempelbaugeschäft zu sein. So investierte er das aufgebaute Vermögen in Immobilien. Das Unternehmen verschuldete sich hoch, um die Strategie umzusetzen. Als in Japan die Immobilienkrise den Unternehmenswert jäh zusammenkrachen liess, konnte Kongō Gumi die Forderungen der Banken nicht mehr decken und musste nach 1‘428 Jahren ununterbrochener Tätigkeit die Tore schliessen. Vier Phasen, welche Kongō Gumi auf dem Weg des Untergangs nicht oder zu wenig erkannt hat. Nämlich hat das Unternehmen die Risiken,
  1. welche auftreten könnten, nicht im Voraus erkannt
  2. nicht erkannt, obwohl sie aufgetreten sind
  3. zwar erkannt, aber keine Lösungen gesucht
  4. spät erkannt, Lösungen evaluiert, aber konnte diese nicht adäquat umsetzen
Diese Fragen helfen, um es dem Familienunternehmen Kongō Gumi nicht gleich zu tun und erfolgreich zu bleiben:
  • Wie bewirtschafte ich die verfügbaren Ressourcen (Kapital, Personal, etc.) nachhaltig?
  • Passe ich mich an relevante Umweltveränderungen an?
  • Welche Beziehungen pflegt mein Unternehmen mit wesentlichen Stakeholdern (Kunden, Lieferanten, Konkurrenten, usw.)?
  • Besitzen wir die notwendigen Fähigkeiten, um Widrigkeiten zu erkennen und ihre Probleme zu lösen?
Welche Lehren lassen sich daraus ziehen? Als hilfreich hat sich gezeigt, dass Unternehmen ihre Resilienz bewusst stärken können. Es lohnt sich, in die Organisationskultur (u.a. Förderung von Vertrauen, Lern- und Feedbackkultur und organisationalem Lernen) und in resilienzfördernde Strukturen und Prozesse (z.B. Stärkung der Selbstorganisation und agilen Prinzipien) zu investieren. Wir wünschen allen frohe Festtage und helfen Ihnen gerne auch im 2021 Veränderungen erfolgreich und nachhaltig zu implementieren und ihr Unternehmen resilient zu gestalten.