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Nervosität überwinden – stilsicher kommunizieren

Die digitale Kommunikation wird mehr und mehr aufgelöst. Statt Home Office, Zoom Calls und Bildschirm kehren mehr und mehr Menschen zurück in die Büros. Besonders in der Kommunikation bedeutet das einen Paradigmenwechsel. Kaffeepausen, Meetings, Pitches – alles findet vermehrt in 3D statt. Plötzlich ist die «digitale Wand» weg, Kommunikation findet wieder Face to Face statt.

Gerade in Bezug auf Sitzungsleitung und Präsentationen gilt es sich wieder neu zu organisieren. Es fehlen lieb gewonnene und effektive Hilfsmittel wie Spickzettel rund um den PC. Die Distanz, die die digitale Kommunikation mit sich brachte, ist weg. Dabei lässt die reine Tatsache wieder vor anderen Menschen zu stehen die Nerven flattern.

Hier Tipps, wie Sie die hindernde Energie der Nervosität in positiven Drive umwandeln können.

Nutzen Sie die Nervosität für sich

Das könnte ein Spruch aus einem Glückskeks sein, oder nicht?

Was aber löst Nervosität aus? Nervosität ist primär eine Reaktion auf ein unsicheres Umfeld. Das wiederum löst einen Adrenalinausstoss aus. Der Puls wird schneller, der Blick fokussiert, es bildet sich etwas Schweiss. Diese Kombination von Symptomen ist das, was wir als Nervosität wahrnehmen.

Nervosität ist zunächst etwas Normales. Selbst eingefleischte Präsentationsprofis gestehen das ein.
Der Trick: Lernen Sie die Nervosität für sich nutzen!

Nervosität löst grundsätzlich eine von drei Handlungen aus:

  • Kampf
  • Flucht
  • Erstarren

Es gilt bezüglich Meetings die Impulse «Flucht» und «Erstarren» zu vermeiden.
Was kann man tun, wenn man gerne in diese beiden Verhaltensmuster verfällt? 

Die Mindfullness-Bewegung rät hier, die Nervosität zunächst bewusst wahrzunehmen und zu akzeptieren.

Positive Glaubenssätze beeinflussen mein Verhalten. Zum Beispiel: «Ich weiss, dass Adrenalin und Nervosität mir helfen, das Beste aus dieser Situation herauszuholen.»

My home is my castle – Sicherheit durch eine Ausgangsposition

Zu Hause fühlen wir uns sicher und geborgen. Nur sind wir im Büro ja nicht zu Hause. Es gibt aber einen effektiven Ansatz, dieses Gefühl der Sicherheit in die Situation des Berufsalltags zu transferieren.
Nämlich so: Nehmen sie den Präsentationsraum bewusst für sich ein. Professionelle Redner nennen es den geographischen Anker. Sie markieren ihren Standort mit Klebeband, das ist ihr Ort der Sicherheit.

Natürlich dürfte das schwierig sein, wenn Sie vor dem Start des Meetings mit Klebeband eine Markierung anbringen. Aber halten Sie innerlich fest, wo sie stehen wollen. Es ist ihr Präsentations-Ausgangsort und der Ort, an den Sie immer wieder zurückkehren können. Dieser einfache Trick vermittelt ihrem limbischen System, dass dieser Ort sicher ist.

Brechen Sie die Gruppe auf eine Person runter

Sprechen Sie nicht zur Masse, sondern zu jemandem. Dies hilft weiter die Nervosität zu reduzieren. Sie brechen den «Raum voller Menschen» auf ein einzelnes Gegenüber herunter. So befreien Sie sich den ganzen Raum im Blick haben zu müssen. Schauen Sie beim Sprechen jemandem in die Augen und wechseln Sie nach einigen Aussagen ihren Ansprechpartner.

Wir wünschen Ihnen erfolgreiche Meetings. Und falls Sie weitere Tipps und Tricks zu Präsentationstechnik wünschen, wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Manuel Kropf